Junges Netzwerk Sportrecht legt los – Auftaktveranstaltung am 7. Mai 2021: Athletenrechte im Jahr 2021 Rasante Entwicklung in stürmischen Zeiten?

Am 7. Mai 2021 feierte das frisch gegründete Junge Netzwerk Sportrecht seine Auftaktveranstaltung. Dabei diskutierten rund 90 sportrechtsinteressierte Teilnehmer:innen  aktuelle Fragen im Zusammenhang mit Athletenrechten im Jahr 2021.

Nach einer kurzen Vorstellung des Jungen Netzwerk Sportrecht berichtete Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland e.V., in seiner Key-Note über die wachsende Bedeutung von Athletenvertretungen und die aktuellen Herausforderungen.

Der folgende Themenblock beleuchtete zwei  Aspekte von Athletenrechten, denen in der Pandemie besondere Bedeutung zukommt. Zunächst stellte Philipp Fischinger, Professor für Arbeitsrecht und Sportrecht an der Universität Mannheim, ausführlich die arbeitsrechtlichen Folgen der Pandemie auf Gehaltsansprüche von Athleten in verschiedenen Konstellationen dar. Anschließend ging Annett Rombach, Partnerin bei Klinkert Rechtsanwälte in Frankfurt, auf Fragen zur Nominierung von Sportler:innen ein, die insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden olympischen Spiele in Tokio eine große aktuelle Relevanz besitzen.

Der nächste Themenblock nahm die Meinungsfreiheit von Athlet:innen in den Fokus, wobei Aufhänger die Black-Lives-Matter-Bewegung, die Menschenrechtssituation in Katar im Vorfeld der FIFA WM 2022 und die Regel 50 der Olympischen Charta darstellte. Marie-Christin Bareuther, Referendarin am OLG Hamburg, und Michael Kintrup, Rechtsanwalt bei Noerr in Hamburg, stellten in einem ausführlichen Streitgespräch die maßgeblichen rechtlichen Argumente sowohl aus Sicht der Verbände und Veranstalter sowie aus Athletenperspektive dar.Aus unserer Sicht war das ein sehr gelungener Überblick in einer Diskussion, die juristisch wie sportrechtspolitisch erst an ihrem Anfang stehen dürfte.

Im Anschluss an die Veranstaltung konnten sich die Teilnehmenden mit den Referent:innen, den Koordinatoren und den Mitglieder:innen des Beirats in virtuellen Kleingruppen austauschen. Das Feedback aus dem Teilnehmerkreis war 100 % positiv. Das Lob bezog sich dabei nicht nur auf die Organisation der Veranstaltung und auf die Gründung des Netzwerks als solches, sondern insbesondere auf die Qualität der Vorträge, die allseits als instruktiv, fundiert und sehr anschaulich hervorgehoben wurden. Einen besseren Startschuss hätten wir uns nicht wünschen können.

Ein besonderer Dank geht an die fünf Referent:innen, den Beirat und an alle, die an der Veranstaltung teilgenommen haben. 

Die nächsten Ideen sind schon in der Pipeline – stay tuned! Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Alexander, David, Heiner und Niklas

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